Seminare, Beratung, Coaching
Bogenschießen im Kloster

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Newsletter 2019-09

Guten Tag, liebe Leserin, lieber Leser!

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Zwischen einem gut gefüllten September und einem nicht weniger gut gefüllten Oktober, hier der aktuelle Newsletter, der auch gerne an Interessierte weitergeleitet werden darf.

Rückblick: aus den vielen intensiven Seminaren im September möchte ich diesmal nur eines hervorheben – das Seminar in der Benediktinerabtei Kornelimünster, meinem Oblationskloster. Gemeinsam mit Pater Albert Altenähr OSB durften wir dort schöne und tiefgehende Tage verbringen und neben den geistlichen Impulsen von Pater Albert das praktische Bogenschießen im Abteipark erleben. Meinen herzlichen Dank an alle Beteiligten.

Vorschau: die Termine für 2020 stehen jetzt fest und sind unter folgendem Link einzusehen: Termine 2019 – 2020 Für Details zu Inhalten, Kosten, Anmeldung bitte auf den jeweiligen Ort klicken (Angaben 2020 folgen) oder gerne auch eine E-Mail an mich unter ms@martin-scholz-seminare.de

Aus dem Kloster:
Pater Albert Altenähr OSB, Benediktinerabtei Kornelimünster (Aachen) über „seine“ Kapelle Mariä Schutz:

< Es war einmal eine Kapelle, …

… die war nach einigen Jahren der Nutzung so peu à peu aus dem Gebrauch herausgedümpelt. Die Leute kamen weniger und weniger. Nur selten war sie offen, und die Jungens nutzten ihre bunten Fenster als Ziele für die Steine, die sie am Weg fanden. Schließlich war sie in tiefen Schlaf versunken. … irgendwie tot.

Einer entdeckte sie. Nicht dass er sie zuvor nicht kannte. Nein, er selber hatte sie schlussendlich geschlossen. Aber es kam die Zeit, dass die tote Kapelle ihn kratzte und juckte. Er schaute sie an, … er schaute das Dornröschen-Gestrüpp drumherum an, … er schaute den Weg zu dem vergessenen Kapellenbau an … … und er machte sich ans Werk.

Je mehr er daran arbeitete und je länger er es tat, desto mehr wurde sie ihm wert und lieb.

Und erst der eine, dann ein zweiter und so nach und nach gar manche fanden gut, dass die Kapelle am Weg wieder in Bewegung kam. Die Neugierde lockte sie, hineinzuschauen. Die Alten erinnerten sich an ihre und der Kapelle Jugend. Und auch die jungen Leute kamen, … allein, … zu zweit, … mit ihren Kindern, … und auch mit ihren Hunden beim Gassi-Gehen.

Die einen schauten nur rein und waren bald wieder weg. Andere setzten sich und genossen die Stille. Wieder andere zündeten ein Licht an und ließen ihren Gedanken und Hoffnungen freien Lauf. Bisweilen schrieben sie ihre Lieben und Freunde, ihre Fragen und Sorgen, ihren Dank in das Buch, das dort in der Kapelle lag. Es sind Worte in den Himmel. Gott möge sie hören und seine Antwort auf die Erde schicken.

Die Kapelle freute sich, dass sie neu das Leben lächelt. „Ich bin wer für diesen und für jenen. Ihr macht mich zu einem Ankerplatz in eurem Leben.

Ich glaube, die Herren auf den Kanzeln und aus der Schreibtisch-Kirche nennen das einen ‚geistlichen Ort‘. Mein Leben ist die Seel(en)-Sorge. Seid willkommen!“ > Pater Albert Altenähr OSB

Über den Tellerrand:
„Wir stehen am Anfang eines Massenaussterbens und alles, worüber Ihr reden könnt, ist Geld und die Märchen von einem für immer anhaltenden wirtschaftlichen Wachstum – wie könnt Ihr es wagen?“
Greta Thunberg, schwedische Umweltaktivistin, am 23.09.2019 beim UN-Klimagipfel in New York.

Dass sich das globale Klima verändert und dass dadurch – mittelbar und unmittelbar – das Leben von Pflanzen, Tieren und Menschen gefährdet ist, ist mittlerweile vielen von uns klar geworden. Trotzdem machen wir in vielerlei Hinsicht weiter wie bisher – oder noch schlimmer, z. B. bei der Zerstörung von Naturflächen. Wie können wir es wagen?

“Ich will nicht verzichten und will auch nicht, dass andere verzichten müssen.“ (Christian Lindner, FDP-Vorsitzender, am 23.09.2019 auf Phoenix). Dabei geht es doch nicht um Verzicht um des Verzichten willens oder gar als “Strafe”. Es geht um die Erhaltung unseres Lebensraumes – und für mich als Christen nicht zuletzt um den verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung.

In der Ordensregel der Benediktiner steht in Kapitel 40, Vers 6 „Zwar lesen wir, Wein passe überhaupt nicht für Mönche. Aber weil sich die Mönche heutzutage (die Regel stammt aus dem 6. Jh.) davon nicht überzeugen lassen, sollten wir uns wenigstens darauf einigen, nicht bis zum Übermaß zu trinken, sondern weniger.“

Ich erlaube mir folgende Adaption: zwar wissen wir, Flugreisen, Kreuzfahrten, Massentourismus, übermäßiger Fleischkonsum, übermäßiger Konsum allgemein passen überhaupt nicht mehr in unsere Zeit. Aber weil sich viele immer noch nicht davon überzeugen lassen, möchte ich dazu anregen, die Dinge zumindest maßvoll zu tun und zu konsumieren – und auch wieder wertzuschätzen. Das können wir doch mal wagen, oder?

Auf ein Wort:
„Nur eine umfassende Ethik, die uns auferlegt, unsere tätige Aufmerksamkeit allen Lebewesen zuzuwenden, setzt uns wahrhaft in ein inneres Verhältnis zum Universum.“
Albert Schweitzer, 1875 – 1965, Theologe, Kulturphilosoph, Arzt, Musiker, Friedensnobelpreisträger

Damit wünsche ich allen eine gute und gesegnete Zeit und freue mich auf ein Wiedersehen oder persönliches Kennenlernen bei einer meiner kommenden Veranstaltungen.

Herzliche Grüße,
Martin Scholz